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Aktuelle Meldungen und Positionen des Vereins


Informationsblatt des Vereins Pro Schwerin 2016

Liebe Vereinsmitglieder,
eine dreijährige Wahlperiode ist zu Ende gegangen – Zeit für eine kurze Bilanz und für einen Ausblick.
Unser Verein wird in der Stadt wahrgenommen, wir werden um Rat und Unterstützung gebeten, wir sind präsent, zeigen gewissermaßen Flagge und werden akzeptiert. Dabei gelingt es uns immer mehr, verschiedene Interessengruppen der Stadt zusammen zu bringen bzw. in unsere Arbeit mit einzubeziehen. Oft wurden wir auch angesprochen, die Federführung zu übernehmen oder eine gewisse „Klammerfunktion“ auszuüben. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer und mit anderen Vereinen in der Stadt wird das deutlich.
Mit diesem Newsletter wollen wir Sie, liebe Vereinsmitglieder, über unsere Aktivitäten informieren.

Viel Spaß beim Lesen

Werner Hinz
Vorsitzender

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„Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern, in Schwerin – Chance oder Risiko?“

Verein Pro Schwerin, Arbeitsgemeinschaft Stadtentwicklung, diskutiert mit kompe-tenten Gesprächspartnern.

Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen ist immer noch ein aktuelles The-ma, das die gesamt Gesellschaft beschäftigt. Auch der Verein Pro Schwerin will ei-nen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten. Er will Chancen für die Wirt-schaft und das gesellschaftliche Leben öffentlich deutlich machen – dabei die Sor-gen von Menschen ernst nehmen und Ängste z.B. durch Informationen und Be-gegnungen mit Flüchtlingen abbauen. Deshalb hatte die Arbeitsgemeinschaft Stadtentwicklung am 12.03.2016 fachkundige verantwortliche Gesprächspartner eingeladen, um sich aktuell über die Situation der Flüchtlinge in Schwerin zu in-formieren und herauszufinden, welche Unterstützung durch den Bürgerverein Pro Schwerin geleistet werden kann. Als Gesprächspartner stand zunächst Herr Heiko Stroth, Leiter der Erstaufnahme-einrichtung Stern-Buchholz vom Bund der Malteser zur Verfügung. Er berichtete den zahlreichen Teilnehmern vom Prozess der Erstaufnahme und die Betreuung durch die Aufnahmeeinrichtung bis zur Verteilung auf die Kommunen. Herr Stroth berichtete sehr eindrucksvoll über die letzten Monate des Jahres 2015, in dem ca. 4.200 Flüchtlinge in Stern-Buchholz angekommen waren, versorgt und registriert wurden und auf die Kommunen verteilt worden sind. „Ohne die vielen freiwilligen Helfer, bis zu 250 in dieser Zeit, wäre die Arbeit nicht zu bewältigen gewesen.“, be-richtete Herr Stroth. Inzwischen habe sich die Zahl der ankommenden Flüchtlinge deutlich verringert, der Prozess der Erstaufnahme habe sich normalisiert. Die Re-gistrierung, die medizinische Betreuung und die Versorgung laufen unproblema-tisch, so dass sich die Aufenthaltszeit in der Erstaufnahmeeinrichtung auf 14 bis 21 Tage verkürzt hat. Auch heute, so berichtete Herr Stroth, seien noch viele freiwillige Helfer im Einsatz. Unterstützung erhält der Malteser Bund von 15 bis 20 Ehrenamt-lichen.

Über die Aufgaben der Stadt Schwerin und die damit verbundenen Herausforde-rungen berichtete Herr Andreas Ruhl, beigeordneter Dezernent für Finanzen, Ju-gend und Soziales. Die ca. 800 Schwerin bisher zugewiesenen Flüchtlinge, so be-richtete Herr Ruhl, konnten insbesondere in den Stadtteilen Neu-Zippendorf und Mueßer Holz problemlos in leer stehenden Wohnungen der WGS untergebracht werden. Die Kosten hierfür tragen bis zur Anerkennung des Asylstatus das Land bzw. der Bund. Nach Anerkennung des Asylstatus haben Flüchtlinge den An-spruch auf Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch, wie andere Sozialhilfe-empfänger auch. „Ich bin stolz auf die Schweriner, dass sie die Angekommenen so offen und freundliche empfangen.“ In vielen Stadtteilen Schwerins haben sich eh-renamtliche Initiativen gegründet, um die Flüchtlinge aufzunehmen und zu unter-stützen, z.B. die Sprache zu lernen, bei Behördengängen zu begleiten, gemeinsam zu kochen und vieles andere mehr. Dennoch stehe Schwerin vor einer großen Herausforderung, damit Integration gelingen kann. So seien Sprachangebote, die Kinderbetreuung, die Sicherstellung von Beschulung und die Betreuung unbeglei-teter Jugendlicher die größten Aufgaben für die Landeshauptstadt in der nächsten Zeit.

Auch die Wirtschaft unterstützt Integration. Herr Peter Todt, Bereichsleiter für Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin, sieht große Chancen für die Wirtschaft, wenn Flüchtlinge gut in die Unternehmen integriert werden können. Das A und O sei jedoch das Beherrschen der deutschen Sprache, das es möglich macht, ent-sprechende Berufsabschlüsse zu erlangen und fachkompetent den Anforderungen gerecht zu werden. Erfahrungen zeigten, dass es mehrere Jahre dauere, bis die Zugezogenen erfolgreich in die Wirtschaft und damit in die Gesellschaft integriert werden können. Die Mitglieder Pro Schwerin begrüßten ausdrücklich die Initiative der Wirtschaft, Flüchtlinge aufzunehmen und auszubilden. „Die Integration der Flüchtlinge in die Wirtschaft“ – so Herr Todt, „ist ein länger dauernder Prozess, der eine große Chance für die Wirtschaft, den Fachkräftemangel zu kompensieren.“

Im Ergebnis einer regen Diskussion waren sich die Pro Schweriner einig, dass auch in Schwerin Flüchtlinge willkommen sind. Die damit verbundenen Herausfor-derungen seien nur durch das Miteinander von Verwaltung und Ehrenamt zu be-wältigen. Der Verein Pro Schwerin wird sich intensiver mit der Problematik in der AG Stadtentwicklung beschäftigen und die Verwaltung als Bürgerverein unterstützen.

Mit dem geplanten Bürgerfest möchte der Verein Pro Schwerin einen ersten kleinen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen beisteuern. „Die Mitglieder von Pro Schwe-rin sind einig darüber, dass das gegenseitige Kennenlernen und Gespräche über die zu bewältigenden Probleme mit den betroffenen Menschen, den Bürgern Schwerins Sorgen und Ängste nehmen kann.“ sagt Stephan Hill, Vorsitzender der AG Stadtentwicklung. „Mit dem Bürgerfest wollen wir aber nicht nur über Probleme reden, sondern auch in friedlicher und freundlicher Atmosphäre entspannte Stun-den genießen.“ Pro Schwerin will damit auch einen Beitrag für die Integration leisten und zeigen, dass Schwerin für eine weltoffene und freundliche Stadt ist, in der Fremde und Schutzsuchende willkommen sind.

1000 Euro für Kindertafeln

Verein Pro Schwerin hilft mit Geld und bei Projekten

Schwerin „Wir wollen den hilfebedürftigen Kindern in Schwerin etwas Gutes tun“, sagt der Vorsitzende des Vereins Pro Schwerin, Werner Hinz. Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt der Verein deshalb die Arbeit der Schweriner Kindertafeln. Einen symbolischen Scheck überreichte Hinz gestern an die Vorstandsmitglieder der Schweriner Tafel, Sylvia Bark und Kornelia Sparr. Das Geld soll für laufende Kosten und Projekte in den drei Kindertafeln der Stadt verwendet werden.


Symbolischer Scheck: Werner Hinz überreicht die Spende an Sylvia Bark und Kornelia Sparr (r.). Reinhard Klawitter

Vorstandswahl

Schwerin Der Verein Pro Schwerin wird die Bewerbung der Stadt um den Welterbetitel für das Schlossensemble weiterhin aktiv unterstützen. Das sagte der wiedergewählte Vereinsvorsitzende Werner Hinz auf der turnusmäßigen Jahresversammlung des Vereins. Dabei wolle man aber nicht in Konkurrenz zum Welterbeförderverein treten, sondern eng mit diesem zusammenarbeiten. Außerdem will Pro Schwerin eine öffentliche Diskussion zu einer zweiten Bundesgartenschau in Schwerin anstoßen.

In seinem Rückblick hob Hinz insbesondere die Gründung des Welterbefördervereins hervor, die von Pro Schwerin initiiert wurde. Der alte neue Vorsitzende würdigte insbesondere das Engagement von Hans-Dieter Waedow hervor. Er war beispielsweise der Ideengeber für den Malwettbewerb „Mein Schloss und die Welt“, an der sich die Schweriner Schulen beteiligt hatten. Waedow hatte nicht wieder für den Pro-Schwerin-Vorstand kandidiert, wird aber als „Welterbebeauftragter“ das Bindeglied zum Welterbeverein bleiben.

Als weiteren Erfolg des Vereins wertete Werner Hinz die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Schweriner Seen und Umland, die gemeinsam mit anderen Vereinen maßgeblich am Managementplan für die Schweriner Seen mitgearbeitet hat. Immerhin wurden etwa 80 Prozent der Vorschläge der Arbeitsgruppe vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in den Managementplan übernommen. Hier dankte Hinz vor allem Dr. Frank Weichbrodt für die geleistete Arbeit.

Im Vorstand von pro Schwerin arbeiten neben Werner Hinz weiterhin Ulrich Kempf, Ralf Kortas und Gert Steinhagen mit. Neu in das Leitungsgremium gewählt wurde Ronald Apitz. Ausgeschieden ist Hugo Klöbzig, der jetzt in der Revisionskommission des Vereins mitarbeitet.


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